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Ehemaliger Schüler leitet Workshop zum Nebelkammerbau im Naturwissenschaften-Kurs

Erstellt von Dr. M. Klein-Bösing  |     

Der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften der Jahrgangsstufe 9 bekam am Mittwoch besonderen Besuch von drei Wissenschaftler*innen David Borgelt, Archita Dash und dem ehemaligen Pauliner Peter Stratmann. DieSchüler*innen beschäftigen sich im Unterricht mit verschiedenen technischen Anwendungen der Physik. Aktuell lernen sie, wie ionisierende Strahlung in der Medizin und Technik eingesetzt wird. Spuren solcher Strahlung aus natürlicher Radioaktivität, wie sie uns permanent umgibt, können sogar im Physikraum beobachtet werden. Dafür kamen die Gäste des Instituts für Kernphysik zum Paulinum, um Experimente mit dem Kurs durchzuführen. Sie brachten Bausätze für Nebelkammern mit, in denen für die Schüler*innen Spuren der zuvor kennengelernten Arten von Strahlung in kondensiertem Alkoholdampf sichtbar werden.

Neben der Faszination, einmal selbst einen Detektor zu bauen und Teilchenspuren untersuchen zu können, waren die Schüler*innen auch interessiert an einem Einblick in die aktuelle Forschung. Was die Welt im Innersten zusammen hält – diese Frage stellen sich Teilchenphysiker*innen heute genau so intensiv wie viele Generationen vor ihnen. Nach einer wissenschaftlichen Einführung in die Welt der Quarks und Co präsentierten die Gäste den Schüler*innen, wie der Frage nach der Entstehung der Welt heute mithilfe von riesigen Teilchenbeschleunigern wie dem Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN in Genf auf den Grund gegangen wird.

Einer der Gastwissenschaftler, Peter Stratmann, absolvierte 2014 sein Abitur am Paulinum. Nach einem Master-Studium an der ETH Zürich kehrte er kürzlich zurück nach Münster, wo er an der WWU im Bereich der Kernphysik promoviert. Seine frühere Physik-Leistungskurs-Lehrerin Frau Dr. Klein-Bösing lud ihn ein, ihren Kurs zu besuchen und den Jugendlichen aus der Wissenschaft zu berichten. Sie freute sich sehr, dass er zusammen mit zwei Kolleg*innen bei Anfrage sofort bereit war, einen Workshop für den Kurs durchzuführen.

Im Anschluss an den Workshop nutzten die Gäste noch die Bühne der Abiturient*innen, um das übrig gebliebene Trockeneis zur Nebelerzeugung für die Party zu verwerten.

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