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Wildniscamp 2019 Teil I

In diesem Schuljahr haben sich die Klassen 8b und 8c der Herausforderung Wildniscamp gestellt. Die witterungsbedingten Voraussetzungen waren dabei sehr unterschiedlich. Während die Nächte für die 8b sehr kühl waren, die Sonne sich rar machte und sogar ein Regenvormittag dabei war, erlebte 8c ein fast sommerliches Camp.

Auch die Klassen brachten sich sehr unterschiedlich in das Wildniscamp ein. Die 8b war besonders fleißig und ersetzte die gesamten Sitzgelegenheiten an der Feuerstelle. Dafür mussten mehrere bis zu 800 kg schwere Baumstämme den Berg hinauf zur Feuerstelle transportiert werden. Mit ebenso professionellem Einsatz wurde auch die Komposttoilette der Jungen wieder instand gesetzt und der Erdkammerkühlschrank reaktiviert. So viele Projekte hat noch keine Klasse in den 3,5 Tagen erledigt und sich von dem Wetter nicht beeindrucken lassen. Respekt!

Die 8c fand sich sehr schnell im Camp zurecht und nutzte die angrenzende Schafsweide bei fast sommerlichen Temperaturen ausgiebig. Außerdem erneuerte sie den "Thron" am Feuer und erlebte ganz besondere Momente im Waldlabyrinth. Einigen Schülern fiel es nicht leicht, ihre Komfortzone hinter sich zu lassen. Aber es war für alle eine "kuschelige" Klassenfahrt.

Das Wildniscamp ist eine Herausforderung, weil man mit den natürlichen Gegebenheiten zurechtkommen muss. Doch die vielfältigen Aktivitäten rund um die Feuerstelle mit den zertifizierten Waldpädagoginnen Andrea und Bine Hirsch, das Abseilen und Klettern am Fels mit Sven Priebs, die Bauaktivitäten in der Werkstatt mit Wolfgang Heinrich oder das meditative Schnitzen mit Frank Bacher führten dazu, dass beide Klassen feststellten, dass der Verzicht auf das Handy in den Tagen gar nicht so schlimm war. Der alltägliche Luxus zu Hause wurde zwar teilweise vermisst, dafür in den ersten Tagen zurück in der Zivilisation aber sicherlich auch wieder besonders geschätzt.

Begleitet wurde die Woche von zwei Praktikantinnen, die im Rahmen ihres Lehramtsstudiums beziehungsweise ihrer Ausbildung zur zertifizierten Waldpädagogin wichtige Erfahrungen sammeln konnten und das Team unterstützten.

In diesem Jahr können wir erstmalig dem ganzen Jahrgang 8 diese wertvollen Erfahrungen des Wildniscamps ermöglichen. Dass dieses Projekt etwas Besonderes ist, zeigt auch die Anfrage eines freien Journalisten, der über das Camp im Herbst berichten möchte.

Wir danken dem unterstützenden Golfclub Tecklenburger Land, der sich bereiterklärt hat, auch im September die sanitären Anlagen dem Paulinum zur Nutzung bereit zu stellen und unseren Gastgebern, Brigitte Stapenhorst und Hermann Lammers, die uns grünes Licht für das Kommen der Klassen 8a und 8d im Herbst gegeben haben. So steht dem Wildniscamp 2019 Teil II nichts mehr im Wege.