News Archiv

Tradition und Moderne - Vielfalt und Anspruch

Weihnachtskonzert des Gymnasium Paulinum in der Petrikirche

Die Petrikirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Vororchester der Mittelstufe am vergangenen Donnerstag mit „Jingle all the Way“ das etwa 90-minütige Konzert schwungvoll eröffnete. Die weiteren großen Orchester wie das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte BlasOrchester und auch das Streichorchester, in dem Schülerinnen aller Stufen gemeinsam musizieren, beeindruckten mit traditionellen Werken von Bach und Händel, aber auch mit modernen Bearbeitungen auf hohem künstlerischen Niveau.

Verbunden wurden die großen Auftritte durch solistische Darbietungen wie dem Bachschen „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Niklas Wempe, der auch zahlreiche Gruppen routiniert an Orgel und Klavier begleitete, oder dem Siebtklässler Lukas Bücker am Klavier, der das Publikum mit seiner virtuosen Polonaise von Chopin nachhaltig beeindruckte.

Ein Schwerpunkt war auch in diesem Jahr wieder der Gesang. Die ca. 70 SchülerInnen der Kinderchöre aus den fünften und sechsten Klassen sangen bezaubernd Traditionelles wie „Vom Himmel hoch“ oder „Hört der Engel“, aber auch Rutters „Carol of the children“ ließen vorweihnachtliche Stimmung aufkommen. Der 70-köpfige Jugendchor brachte mit szenischen Einfällen Schwung ins Programm:
Himmlische Accessoires der Mädchen und Choreographien der jungen Männerstimmen bekamen Szenenapplaus im „Jingle Bell Rock“, aber auch die Adaption eines ukrainischen Weihnachtsliedes zauberte Glockenklänge in den Raum. Der Große Chor der Oberstufe zeigte einerseits stimmungsvoll und einfühlsam mit Rutter, andererseits mit dem kraftvollen „Every Stone shall cry“ von Todd die Bandbreite seines Könnens im vierstimmigen Chorsatz mit klaren Frauen- und harmonischen Männerstimmen.

Dass Musik verbindet, bewiesen mehrere Ensembles aus Sängerinnen und Instrumentalisten, die in nahezu professioneller Weise, vorbereitet von Musiklehrern und der Stimmbildnerin der Schule, barocke, klassische und moderne Werke präsentierten. Auch der Zusammenschluss von Jugendchor und Großem Chor zu einer Bearbeitung von „Stille Nacht“ erzeugte in seiner harmonischen Stimmgewalt Gänsehaut.

Insgesamt etwa 300 Schülerinnen und Schüler stellten so wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis, dass am Gymnasium Paulinum die Musik einen hohen Stellenwert hat. Wie der Schulleiter Dr. Franke in seiner Begrüßung betonte, gehört das Weihnachtskonzert der Schule zur Einstimmung auf Weihnachten einfach dazu. Erst wenn als finaler Höhepunkt das „Adeste fideles“ von allen gemeinsam mit den Besuchern gesungen und musiziert werde, komme ein erstes Gefühl von Vorfreude in der Hektik des Adventszeit auf. Und der Glanz in den Augen von Mitwirkenden wie Zuhörern zeigte, dass auf diesen Augenblick alle ein Jahr lang gewartet hatten.