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Nachhaltiger Auftritt bei Jugend forscht

Die Pauliner_innen Moritz Grohs aus der Jahrgangsstufe 8, Simon Suthe aus der Jahrgangsstufe Q2 und Ida Wöstheinrich aus dem letzten Abiturjahrgang präsentierten die Ergebnisse ihrer Forschung beim Regionalwettbewerb von Jugend Forscht 2019 in der Stadthalle Hiltrup. Alle drei haben sich mit aktuellen Forschungsthemen beschäftigt und diese sehr ansprechend der Fachjury sowie vielen interessierten Besuchern des Wettbewerbes näher gebracht.

Im Wettbewerb Schüler experimentieren für Kinder bis 14 Jahre trat Moritz Grohs mit einer selbst gebauten Solarthermie-Platte an. Moritz, der mit weiteren Schülern_innen als Klimaexperte am Paulinum tätig ist, baute dieses Modell aus Alltagsmaterialien mit dem Ziel, das Thema Klimaschutz anderen Menschen näher zu bringen. Das Modell soll neben der Erforschung der physikalischen Prozesse als Anschauungsobjekt dienen, an welchem er die Funktionsweise einer Solarthermie-Platte erklären kann. Dazu soll sie auch im Schulunterricht verwendet werden. Da der Aufbau mit einer Wasserpumpe betrieben wird, die wiederum mit Solarstrom läuft, ist sie auch unabhängig vom Stromnetz in der freien Natur nutzbar.

Simon Suthe hat für seinen Wettbewerbsbeitrag in der Sparte für die älteren Schüler_innen untersucht, ob sich die Feinstaubkonzentration in der Luft Münsters bemerkbar macht und wie sich diese messen lässt. Die Idee zu seiner Arbeit entstand im Zuge des Dieselskandals. Er baute einen Sensor, der aus einem Mikrocontroller, einer Powerbank, dem eigentlichen Feinstaubsensor und einem Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit besteht. Die Daten versendet er mit Hilfe eines vom Smartphone aufgestellten Netzwerkes an einen Server, mit dem eine Echtzeit-Datenabfrage möglich ist. Neben dem Bau und der Konfiguration des Sensors befasste sich Simon auch mit einer naturwissenschaftlichen und medizinischen Perspektive auf die Feinstaubproblematik im innerstädtischen Bereich.

Für Ida Wöstheinrich war es bereits die zweite Teilnahme bei Jugend Forscht – jedoch mit einem neuen Thema. Genau wie Simon befasste sich Ida mit einem Forschungsbereich, der brandaktuell ist. Am Ende letzten Jahres trat sie mit Unterstützung des Netzwerks Teilchenwelt als erste Münsteraner Schülerin einen zweiwöchigen Forschungsaufenthalt am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz an. Dort sammelte sie die Daten für ihre Projektarbeit mit dem Thema “Cluster-Klassifikations-Methoden am Elektromagnetischen Kalorimeter des ALICE-Detektors mittels Machine-Learning”.

Sie arbeitete dabei an einer Methode, um direkte und indirekte Photonen zu identifizieren, welche in Bei-Blei-Kollisionen in einem der Detektoren des LHC am CERN entstehen. Für ihre beeindruckende Präsentation wurde sie mit einem Jugend Forscht-Sonderpreis 2019 der IHK in der Kategorie Physik ausgezeichnet.