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Das ist ja typisch... – Mädchen- und Jungentag in der Jahrgangsstufe 6

Am Mittwoch fand für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 der Mädchen- und Jungentag statt. In insgesamt 8 Jungen- und Mädchengruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Referenten der Arbeiterwohlfahrt spielerisch und kreativ mit ihren eigenen Zukunftsplänen, männlicher und weiblicher Identität, Rollenbildern, Sexualität und sexueller Vielfalt auseinander. Dabei ging es insbesondere auch um die kritische Auseinandersetzung mit durch die Öffentlichkeit transportierten Klischees sowie mit unterschiedlichen weiblichen und männlichen Lebens- und Identitätsentwürfen.

„Der interessiert sich vor allem für Geld und Marken“, sind sich die Mädchen einer Kleingruppe einig. „Und für seine Freundin“, ergänzt ein anderes Mädchen. „Ja, aber an erster Stelle steht das Geld.“, ist die Antwort. Die Schülerinnen gestalten eine Körpersilhouette von Alex, einem heterosexuellen Jungen. Später werden die Ergebnisse diskutiert und dahinterstehende Stereotype aufgebrochen. In einer anderen Gruppe sind sich die Mädchen einig, dass es bei ihnen später nicht so sein wird, dass sie als Frau alleine die Hausarbeit erledigen. Konkrete Berufswünsche haben die meisten aber noch nicht. „Wir haben viel für unsere Klassengemeinschaft gelernt und können jetzt als Jungen alle besser miteinander umgehen“, fasst ein Schüler am Ende des Tages zusammen.

Der Jungentag ist seit 2010 ein Projekt der Jugendarbeit und Sexualpädagogik der Arbeiterwohlfahrt. 2015 war das Gymnasium Paulinum Pilotschule beim ersten Mädchentag in Münster.