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Weltpolitik auf Englisch diskutiert

MUN – was sich hinter dieser Abkürzung verbirgt, haben der Projektkurs und der IB-Kurs der Q1 während ihrer Fahrt nach Bath in England hautnah erlebt. MUN steht für Model United Nations und simuliert den Ablauf einer UN Sitzung. In verschiedenen Komitees debattieren Schüler als Delegierte eines ihnen zugewiesenen Landes weltpolitisch relevante Themen und versuchen durch das Verabschieden von Resolutionen Lösungen für internationale Probleme zu finden. MUNs finden auf der ganzen Welt statt; die MUN, an der die 27 Schüler des Paulinum gemeinsam mit 13 Schülern des Schillergymnasiums, begleitet von jeweils zwei Lehrern, teilgenommen haben, wurde an der Kingswood School in Bath vom 1. bis zum 3. März veranstaltet.

Vor dem Start der Konferenz hatten die Schülerinnen und Schüler allerdings noch Gelegenheit, ein wenig Land und Leute kennenzulernen, so etwa auf der Hinfahrt durch einen kurzen Stopp in Windsor oder durch einen Ausflug in die Stadt Bristol, die durch ihren Hafen und ihre Mischung aus alten und modernen Gebäuden eine besondere Atmosphäre erzeugte. Beeindruckend war aber auch Bath selbst mit seinen wunderschönen alten Gebäuden, der Bath Abbey, den Roman Baths und den vielen kleinen individuellen Geschäften, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit erkunden konnten.

Nach diesen ersten Eindrücken stellte dann die MUN Conference in der wunderschön gelegenen Kingswood School den eigentlichen Höhepunkt der Fahrt dar. In den Komitees waren insgesamt etwa 400 Schülerinnen und Schüler, die größtenteils aus Bath selbst oder der näheren Umgebung kamen, gefordert, über die jeweiligen aktuellen Anliegen zu debattieren: So befasste sich zum Beispiel das Human Rights Committee mit Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen, im Disarmament Committee wurde über das Atomprogramm Nord Koreas debattiert, das Evironment Committee setzte sich mit der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik auseinander und das Middle East Committee beleuchtete die Situation in Syrien.
Am letzten Tag mussten die Komitees dann in der General Assembly ein fiktives Emergency Szenario besprechen, was einen Eindruck davon verschaffte, wie Länder auf weltpolitischer Ebene zusammenspielen müssen, um eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden, und wie realitätsnah die ganze Veranstaltung generell war.

Insgesamt hat die Fahrt nach Bath den Zusammenhalt der Kurse gefördert, die Schülerinnen und Schüler haben viele interessante Eindrücke gesammelt und sind mit vielen anderen internationalen Schülern in Kontakt gekommen. Die Konferenz selbst hat die Schüler aber auch gelehrt, wie real und nah aktuelle Weltprobleme sind. Die Schülerinnen und Schüler gehören der Generation an, die ausschließlich im 21. Jahrhundert geboren und aufgewachsen ist und die sich mit den Problemen, die die Generationen vor ihr geschaffen haben, konfrontiert sieht, sei es mit der ständigen Gefahr eines Atomkrieges oder des Klimawandels. Diese Generation muss mit den Notlagen umzugehen lernen und die MUN hat hierfür einen guten Grundstein gelegt.