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Dr. Grave verabschiedet: Von seinen Ideen und Impulsen haben viele profitiert

Bei einem Büffet im abendlichen Sonnenlicht verabschiedete Gerd Grave sich von vielen Eltern, Schülern und Lehrern.

Eisig war am letzten Schultag der Abschied von der Schülerschaft: Magnum's für alle!

Als Vordenker, Impulsgeber für neue preisgekrönte Projekte, aber auch als Persönlichkeit, an der sich mitunter die Geister schieden, wurde Dr. Gerd Grave bei der Verabschiedung als Direktor des Gymnasiums Paulinum am Donnerstagabend von den zahlreichen Festrednern gewürdigt.

Grave habe das Paulinum in 16 Jahren als Schulleiter zu einer angesehenen Bildungsstätte mit stabiler Vierzügigkeit ausgebaut und durch den Schulversuch „Selbstständige Schule“ viele Innovationen zur Schulentwicklung in die Bildungslandschaft getragen, lobte Monika Dingemann von der oberen Schulaufsicht bei der Bezirksregierung.

Als den Leiter einer nun modernen, angesehenen und zukunftsfähigen Schule würdigte Bildungsdezernent Thomas Paal den scheidenden Direktor des Paulinum. Viel Lob gab es zum Abschied auch von Schüler Johannes Rensing. „Bei den meisten Veranstaltungen haben Sie uns vertraut und unterstützt.“ In Fachkonferenzen habe er Grave als „fairen, wohlwollenden und pragmatischen Leiter kennengelernt“. Er sei zudem souverän mit den Anliegen der sehr kritischen und anspruchsvollen Elternschaft umgegangen, bescheinigte ihm Prof. Dr. Sven Dieterich.

Ganz so einfach war das Verhältnis zum Lehrerkollegium mitunter nicht, wie Hubert Schäferhoff in seinem unterhaltsam mit Ironie gewürztem Rückblick deutlich machte. Die konkurrierenden Interessen zwischen Elternschaft, Schülern, Kollegium und Leitung verglich Grave selbst mit dem Machtapparat unter der Herrschaft von Sonnenkönig Ludwig XIV.

Einige seiner Kompetenzen möchte der ehemalige Deutsch- und Geschichtslehrer im Ruhestand kommerzialisieren, wie er ankündigte – als Trauerredner. (Westfälische Nachrichten vom 14.7.2017)