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Folgt auf den Brexit nun der Mittelstandexit?

Diese Frage stellte Peter Boder, CEO bei UnitedLabels in Münster, der Q1 am diesjährigen Europatag (8.5.2018) in seinem Vortrag über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits auf deutsche mittelständische Unternehmen. Neben Herrn Boder waren ebenso Friederike Uebing von der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer (AHK) sowie James McDonald, britischer Gaststudent und Fremdsprachenassistent am Paulinum, der Einladung der Fachschaft Sozialwissenschaften gefolgt, um mit den Schülerinnen und Schülern ihre Perspektive auf den Austritt des Vereinigten Königreichs zu diskutieren. Uebing und McDonald erlebten die Abstimmung am 23. Juni 2016 live vor Ort und berichteten eindrucksvoll über die Reaktionen am darauffolgenden Tag bzw. die derzeitige Stimmung im Land.

Interessant für die Zuhörer war vor allem, wie die Gastredner, aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft und Berufe, den Austritt aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Jedoch waren sich am Ende alle Gäste einig: Der Brexit wird weitreichende Auswirkungen haben und nicht nur der deutsche Mittelstand („Mittelstandexit“) wird die Auswirkungen zu spüren bekommen.

In der anschließenden Fragerunde mit den Gästen ging es vor allem darum, inwiefern ein „Exit vom Brexit“, d.h. ein zweites Referendum möglich und richtig wäre.

Vor- und nachbereitet wurden die Expertenvorträge in kleinen Arbeitsgruppen, die von den Politiklehrerinnen und -lehrern der Schule geleitet wurden. Die abschließende Reflexion in den einzelnen Gruppen machte noch einmal die Komplexität des Themas und die vielen offenen Fragen deutlich. (Laura Diepenbeck)