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Die Klimaexperten stellen vor: Mehrwegboxen in der Paula

Mehrwegboxen für Salat und Joghurt werden neuerdings in der Mensa im Paulinum eingesetzt. Die Pfandboxen mit Nachhaltigkeits-Effekt kamen auf Initiative junger engagierter Klimaexperten. Fünf Paulinum-Schüler engagieren sich seit einem Jahr als Klimaexperten.

„Ihr könnt ganz schön nerven“, kommentierte Naturpädagoge Frank Bacher augenzwinkernd ihren Einsatz. Vor acht Monaten hatten die Siebtklässler die Idee, statt Salat und Joghurt aus Plastikgeschirr, eine Pfand-Box für die Schulmensa einzuführen. Jetzt wurde stolz das Ergebnis ihrer Beharrlichkeit präsentiert: 150 Plastik-Pfand-Boxen für Müsli und Salat kaufte die Schule von einer Firma aus Emsdetten für das Pilotprojekt, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

4,20 Euro zahlen Schüler für einen Müsli-Joghurt, 4,50 Euro für einen Salat. Im Preis enthalten sind drei Euro Pfand für die spülbaren, hygienischen, dichten Plastikbehälter.

„Das macht Spaß mit euch zu arbeiten. Weiter so“, ermutigte Bacher die zwölf- und 13-jährigen Experten. Wie stark motiviert sie sind, bewiesen sie bei ihrer Präsentation am Mittwochnachmittag in der Schulmensa. Bevor sich alle Gäste Salat und Joghurt schmecken ließen, mussten sie ihr Umweltwissen bei einem Quiz beweisen. Hier gaben die Schüler weiter, was sie bei ihrer Klimaexpertenausbildung in Saerbeck im November 2016 gelernt haben. Seitdem achten sie auf nachhaltiges Verhalten der Mitschüler und Lehrer.

Sonja Zimmermann, Marketingmanagerin der Emsdettener Firma, erläuterte das Produkt. Zudem unterstütze der Kauf die regionale Wirtschaft. Nikolas Kamenz, der zusammen mit Ursula Einhaus und Jeannette Michaelis vom Paulinum-Caterer „Stattküche“ an der Präsentation teilnahm, überzeugte diese Vorstellung so, dass er die Boxen bei weiteren Kunden einsetzen möchte, heißt es. Beim Probeessen ließen sich neben dem kommissarischen Schulleiter Markus Hanses auch Maren Lissinna (Elternvertreterin) und Stefanie Teigelkamp (Lehrervertreterin) vom Mensaausschuss begeistern. (Maria Conlan, Westfälische Nachrichten, 13.10.2017)